Zazen (Meditation)


Sandmandala


Lotussitz

Zazen ist eine aus dem japansichen Zen-Buddhismus kommende (Meditations-) Praxis. Zum edlen achtfältigen Pfad, den Buddha vor über 2500 Jahren lehrte, gehört die „Rechte Sammlung" und die „Rechte Achtsamkeit". Um genau diese Aspekte geht es bei der Zazen-Praxis. Das Wort „Meditation" selbst kommt jedoch in den alten Schriften nicht vor, diese Bezeichnung kommt aus dem „Ausland". Während der Zen-Meditation versucht man, den Gedankenstrom der „alltäglichen" Gedanken abzuschneiden, um so Zugang zum eigenen „Selbst" zu bekommen. Man kann sich vorstellen, daß das keine einfache Übung ist, versuchen Sie doch einmal, nur Sekunden ohne Gedanken zu sein! Hinzu kommt, daß der Geist nicht gewohnt ist, sich selbst zu sehen und zu erfahren. Er verhält sich in etwa wie ein Auge: er kann die Welt „draußen" sehen, nicht aber sich selbst. Zazen ist nichts, womit man leichtfertig spielt oder einfach mal so probiert, denn nach einiger Übung bewirkt es das Öffnen der Seele und den tiefgründigen Umgang mit ihr. Man benötigt den „ganzen Menschen", also sowohl seinen Körper als auch seinen Verstand und seine Intuition, um diesen tiefgründigen Weg zu beschreiten. Kurz gesagt bedeutet „Rechte Sammlung" und „Rechte Achtsamkeit", ständig mit vollem Bewußtsein im „Hier und Jetzt" zu sein, diesen Augenblick voll und ganz zu erleben. Man soll die geistige Haltung, die man in der Zen-Meditation erreicht, auch nach der Übung beibehalten.


Zurück zur ersten Seite